Bundesverdienstkreuz am Bande für Dr. Christoph Chylarecki

Moers | 16. März 2026 | Dr. Dr. Claus Grundmann
vlnr. Ingo Brohl (Landrat des Kreises Wesel), Susanne Chylarecki, Dr. Christoph Chylarecki, Julia Zupancic (Moerser Bürgermeisterin) und Dr. Dr. Claus Grundmann (Ordensanreger) | Lions Club Moers

Der Weseler Landrat Ingo Brohl hatte die Ehre -im Auftrag des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier- Herrn Dr. med. Christoph Chylarecki aus Moers mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande auszuzeichnen. Herr Dr. Chylarecki ist Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie am Moerser Krankenhaus Bethanien. Seit Jahrzehnten operiert er ehrenamtlich schwer verletzte, unschuldige Kinder aus den Krisengebieten dieser Welt, die zur Versorgung ihrer meist kriegsbedingten Traumata im Friedensdorf Oberhausen aufgenommen werden. Dabei werden die erforderlichen Sachleistungen, die im Zusammenhang mit diesen Operationen stehen, durch finanzielle Spenden des Lions Club Moers getragen.

Die von Chylarecki seit mehreren Jahrzehnten operierten Kinder hatten in ihren Heimatländern nicht die geringste Chance auf eine adäquate Behandlungsmöglichkeit. Christoph Chylarecki hat es ihnen ermöglicht: Mit Hingabe und Leidenschaft hat er es geschafft mehrfach gebrochene Arme und Beine wieder funktionsfähig zu machen, Knochenentzündungen und Knochenvereiterungen zu heilen, amputierte Gliedmaßen durch plastische Rekonstruktionen zur Rückerlangung der Funktionalität zu verhelfen und vieles mehr. Die strahlenden Augen dieser von schwersten Traumata geheilten Kinder am Entlassungstag zu sehen, ist ein mit Worten nicht zu beschreibendes Erlebnis.

 
Mit dieser Ordensverleihung möchte der Bundespräsident die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf hervorragende Leistungen lenken, denen er für unser Gemeinwesen eine besondere Bedeutung beimisst.
Alle positiven Attribute für eine erfolgreiche und bei Patienten hochgeschätzte ärztliche Tätigkeit verkörpert Christoph Chylarecki:
Außergewöhnliche unfallchirurgische Fähigkeiten, Fleiß, Ausdauer, Menschlichkeit, Warmherzigkeit, permanente Erreichbarkeit und der bekannte Hang zum Perfektionismus. Er ist ein sehr bescheidener Mensch und ein hochmotivierter Arzt, der sich in der Regel von 6 Uhr in der Früh bis 20 Uhr am Abend -tagein/tagaus- um das Wohl seiner ihm anvertrauten Patienten sowie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter „seines Krankenhauses“ sorgt.
Dabei macht er keine Unterschiede bezüglich Alter, Beruf, Geschlecht, Nationalität oder Versichertenstatus:
Er will allen ihm anvertrauten Menschen nach besten Wissen zur baldigen Wiederherstellung ihrer Gesundheit verhelfen.
Ein Engagement, das allerhöchsten Respekt verdient.

Eins darf an dieser Stelle nicht vergessen werden: die Leistung seiner lieben Ehefrau Susanne, die ihn in allem über Jahrzehnte grenzenlos unterstützt hat und dabei viele persönliche Opfer -insbesondere sogenannte „Zeitopfer“- erbracht hat. Eines der größten Opfer, zu dem heutzutage nicht jede Ehefrau bereit ist.