Landrat Ingo Brohl zu Besuch beim Lions Club Moers

Landrat Ingo Brohl zu Besuch beim Lions Club Moers

Moers | 09. August 2021 | Heinz-Leo Gardenier
Die Wirtschaft am Niederrhein ist gut aufgestellt
Club-Präsident Udo Brand (links) und Landrat Ingo Brohl (rechts) | Foto: Lions Club Moers

Die Auswirkungen der Corona Pandemie speziell im Kreis Wesel sind nicht so drastisch wie so oft befürchtet wird. Die Arbeitslosenquote ist insgesamt zwar leicht gestiegen, das Insolvenzgeschehen aber im Großen und Ganzen unauffällig: „Die Wirtschaft ist gut aufgestellt“, sagte Landrat Ingo Brohl (CDU) bei seinem Besuch im Moerser Lionsclub. Im Lintforter Parkhotel Niederrhein referierte er jetzt über die momentane Situation im Kreis.

Zunächst aber bedankte er sich für die tatkräftige Spendenhilfe seitens der Lions für die zahlreichen Opfer der Flutwellenkatastrophe, auf die auch Udo Brand, Präsident des LC Moers bei der Begrüßung des Landrates hingewiesen hatte.

Brohl durchleuchtete die wirtschaftlichen Strukturen des Kreises, seine Flächensituation, Auswirkungen von Corona – und kam zu dem Fazit, dass die einhemischen Betriebe doch sehr krisenfest seien. So sind u.a. 16933 Einwohner im Einzelhandel, 13692 im Gesundheitswesen beschäftigt.

Die Arbeitslosenquote ist seit 2005 rückläufig, steigt zur zeit aber wieder an. Mit Stand von Anfang dieses Jahres gebe es noch 170 Hektar freie Gewerbegrundstücke, wobei die Flächenanfrage sehr hoch ist. Nachfragen nach über 240 Hektar stehen im Raum.

Was die Zukunftsstrategien des Kreises angeht, so wies Brohl auf innovative Inititiativen hin, vor allem in Energie- und Umweltpolitik. Der Kreis strebe mit Kleve die Ökomodellregion Niederrhein an. Über 400 Unternehmen sollen an ein Breitbandnetz angeschlossen werden. Verstärkt soll Gewicht auf den Tourismus gelegt werden: „Da geht noch viel“. Brohl wies auf die bereits jetzt bestehende „excellente Hochschullage“, die bis in die Niederlande reiche, hin. Zu vergessen seien aber auch nicht junge Menschen, die Hauptschulabschlüsse hätten. Sie in die Unternehmen reinzubringen, „brauchen wir sehr“.

Letztlich nahm der Landrat den Besuch zum Anlass, „dass wir uns hier im Kreis, am Niederrhein weniger Sorgen um Flutkatastrophen machen sollen, immerhin haben wir eine gute Deichstruktur“, dennoch: „Über Hochwasser muss man sich immer Gedanken machen.“ Teilweise liegt man hier 9 Meter unter Rheinniveau.